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Einführung in den Barock - zurück - weiter
Text und Fotos: Martin Schlu, begonnen im Sommer 2000, Stand: 31. Juli 2026 | |
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Der Barock ist
eine Epoche, de etwa ab 1550 in Teilen beginnt, die Renassance ablöst
und knapp zweihundert Jahre später endet. Sie umfaßt Veränderungen in
der Architektur, der Literatur, der Malerei, der Musik und in der
Politik. Der Frühbarock liegt zwischen ca. 1550 und 1612 (Tod
Gabrielis), der Hochbarock geht bis ca. 1700, der Spätbarock endet mit
dem Tod Bach und Händels (um 1750). Das Besondere dieser Epoche ist die
Verherrlichung des Einzugartigen - sei es ein Herrscher, ein Künstler
oder eine Entdeckung.
In der Architektur ist die wichtigste Veränderung die Symmetrie. Schloßanlagen haben mindestens einen Seitenflügel auf jeder Seite, manchmal zwei, ganz wenige drei. Vorbild ist das französische Schloß Versailles, das Ludwig XIV. ab 1668 erbauen ließ - heute würde man sagen „weil er es konnte“. Dieser Bau war aber ein Ausdruck des politischen Verständnisse „L'État, c'est moi “ (ich bin der Staat) - auch, wenn der König diesen Satz wohl nie gesagt hat. ![]() Ein Teil des Zentraleingangs des Schlosses Versailles - man kann es erst aus etwa einem Kilometer Entfernng ganz fotografieren. Die barocke Architektur ist ein Gesamtkunstwerk, denn das Zentrum des Gebäudes ist auch das Zentrum der Macht - der Raum, in dem der König über sein Land die Herrschaft ausübt. Dieser Zentrale Punkt ist der Fixstern, um den sich alles dreht. Alle Künste sind diesem Fixstern untergeordet - es ist die große Zeit der Opern, der Wasserspiele, der Prunkgärten und selbst Literatur und Musik entwickeln symmetrische Aufbauten. Die großen Maler setzen ihre Objekte ins Zentrum, bilden ihre Herrscher in Siegesposen ab und werden regelrechte Superstars (Rubens, Rembrandt, Vermeer). Die Stars der Dichtung sind eher die Theaterschriftsteller (Shakespeare, Moliere, Lessing)und gerade hier gibt es die ersten Tendenzen zur Auflösung der Herrscherideals und einer Hinwendung zum Bürgerlichen. Außer dem Staat profitiert die Kirche von dieser Strömung - immerhin hat sie nach dem Dreißigjährigen Krieg wieder die Deutungshoheit, viele Schäfchen haben sich ihr wieder anschließen müssen und diese bekommen im Angesicht der wahnsinnigen Kirchenbauten genau gezeigt, wo ihr Platz ist, selbst wenn diese Kirche auf der Wiese steht. ![]() Das Beispiel für bayrischen Barock schlechthin: Die Wieskirche in Steingaden nach oben | |