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Das Elsaß verbindet Deutschland und Frankreich so eng wie keine andere Region in Europa. Es wechselte in den letzten Jahrhunderten immer wieder seine Staatsangehörigkeit. Albert Schweitzer wurde 1875 in Günzburg geboren, als das Elsaß nach dem deutsch-französischen Krieg gerade ans deutsche Kaiserreich gefallen war. Eine Generation (1918) später war das Gebiet wieder französisch, unter Hitler (1940) wieder deutsch und seit der Nachkriegszeit (1947) wieder französisch. Seit der Römerzeit war es aber ähnlich. ![]() Die Altstadt von Colmar - man kann selten besser essen als im Elsaß Alles begann mit einer Insel in der Ill, die gut geschützt und von den Galliern bewohnt war, bis der der römische Feldherr Drusus dort ein Lager errichtete, das Castrum Argentoratum (heute Straßburg), das ein Frühwarnsystem gegenüber den Germanen sein sollte. Nach einem Brand 97 n.C. baute der römische Herrscher Trajan das Lager erheblich größer wieder auf und verstärkte die Befestigung. Die Römer wurden christlich und das Castra Argentoratum wurde im 4. Jahrhundert Bischofssitz. 357 gab es in der Umgebung eine Schlacht zwischen den Alemannen (Chnodomar) und den Römern unter Caesar Julian. Die Römer besiegten die Alemannen deutlich. Darauf konzentrierte sich Julian auch auf den rechtsrheinischen Raum, ließ bei Mainz eine Brücke über den Rhein bauen, Festungen errichten und machte die Alemannen zu Steuerpflichtigen gegenüber Rom. Im 5. Jahrhundert kamen Alemannen, Hunnen und Franken und eroberte nacheinander Stadt und Umgebung. Die Franken hatten leichte Vorteile, weil sie die Alemannen unterwerfen konnten und es entstand eine Sprachgrenze zwischen romanischen und germanische Gebieten, die durch den Rhein lange Bestand hatte. Der größte Franke war Karl der Große, der sich 800 in Rom zum Kaiser aller Franken krönen ließ - ein Gebiet vom Atlantik der Franken bis weit hinter die Elbe der HGrenze zu den Sachsen. In Aachen hatte er seine erste Residenz - weitere folgten. ![]() Der Aachener Dom war Karls wichtigste Residenz - sein Thron steht dort noch heute 842 kam es während der Frankenherrschaft zu einem zweisprachigen Vertrag (altfanzösisch und mittelhochdeutsch), in dem die Söhne Karls des Großen das Reich unter sich aufteilten: Lothar (Lothringen) wollte die Kernlande haben, Ludwig der Deutsche den östlichen Teil und Karl der Kahle den westlichen Teil. 841 kam es in Burgund zur Entscheidungsschlacht, nach der die Grenzen zwischen Deutschland und Frankreich im Prinzip bis heute festgelegt wurden (Schlacht von Fonteney). Der östliche Teil wurde das Heiige Römische Reich Deutscher Nation (HRR), der westliche Teil das heutige Frankreich. Elsaß und Lothringen waren die Mitte. Nach oben |
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