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Die
höchsten Klippen Europas gibt es an der Normandie, die schönsten liegen in
Étretat, ein Motiv, das Claude Monet mehrere Male gemalt hat und das
heute Massen von Touristen anzieht. Der Strand ist eine halbrunde
Bucht, die von beiden Seiten von bis über hundert Metern hohen Klippen
eingezäunt ist. Der Kiesstrand besteht aus den rund geschliffenen
ehemaligen Abbruchstücken, denn weil die Klippe aus Kreide besteht,
kommt es - wie bei den Kreidesfelsen in Rügen oder am dänische Hanklit
- immer wieder zu Abbrüchen. Aus diesem Grund sollte man nicht
unterhalb der Klippen spazieren gehen und Steine mitzunehmen ist streng
verboten - sie dienen dem Küstenschutz.
Man kann aber auch stundenlang am Strand sitzen, den kreischenden Möwen beim Fliegen zusehen und einen Café nach dem anderen trinken. Als Monet sein Bild gemalt hat, war der Strand vermutlich auch nicht menschenleer, weil auch damals schon Tagestouristen vor Ort waren, doch als Maler kann man ganz einfach die Menschen weglassen. Ich hatte schon befürchtet kein Klo zu finden, aber diese Angst ist wirklich unbegründet, wenn täglich Tausende Menschen hierhin kommen. ![]() Die westlichen Klippen von Étretat am Mittag. Zum Bild von Monet kommt man durch eine Klick ins Bild (Quelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/9f/Monet_-_Sonnenaufgang_bei_Etretat.jpg) Das Dorf selbst ist touristisch so erschlossen, daß man schon ein paar Minuten warten muß, bevor nur wenige Menschen auf dem Bild sind. Für die Jüngeren scheint es eine Pflichtübung zu sein auf die Klippen zu kommen - ich gucke ihnen lieber von weitem zu. ![]() Sie haben es geschafft und sind oben - es dauert etwa drei Cafés lang dorthin zu kommen. Zwischen dem Strand und den Parkplätzen tobt das touristische Leben - irgendwas zwischen Königswinter und Venedig in der Vorsaison. Man kann sich vorstellen, was im Juli/August hier los sein wird - vermutlich muß man dann Schlange stehen, wenn man sich hinsetzen will. ![]() Das alte Hotel in Étretat nach oben |
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