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Alles
redet von Antibes, dieser Ort sei so wunderbar und da müsse man hin. In
den Reiseführern sieht man Fotos von Sonnenuntergängen, tollen
Restaurants mit leckerem Essen und teuren Yachten und so sind wir am
Nachmittag losgezogen und wollten diese Wunder selbst sehen. Nach
vielem Herumfahren landeten wir an der Zufahrt zum Hafen und fanden
einen Parkplatz vor einer Art Bauhof, wo Schrott und Gebrauchtes lag.
Hinter uns schaukelten die Boote im Yachthafen, doch muß es sich um
eine Billigversion von Yachthafen gehandelt haben, denn dieser Hafen sah
aus wie tausend andere auch - bis auf die Reste einer Zitadelle, die
durch die Mastspitzen zu erkennen war.
![]() Hafen von Antibes - gemischte Abteilung Zweihundet Meter weiter lagen kleine Segelyachten sauber aufgereiht. Allerdings war keine Menschenseele zu sehen. Vielleicht waren alle irgendwo essen, denn der Ort bestand im Prinzip aus Restaurants, Bar und Souvenirgeschäften und etwas Hunger hatten wir schon. ![]() Der Yachthafen von Antibes - Segelabteilung Eine Toilette sollte es auch geben, aber alle Hinweisschilder führten auf die Bootsstege. Leider stand dort der Vermerk „privée“ und uns gehörte ja kein Boot und wir wollten auch keins haben (die hätten aber alle zumindest ein Chemieklo gehabt). Wir fuhren aus dem Hafen hinaus mit der Absicht irgendwo zu halten und etwas zu essen und kamen an eine interessante Straße. Vor uns die Berge weit entfernt, links die Bahnstrecke (mit Gittern abgesperrt), rechts eine Barriere gegen Autos, dahinter der Radweg, dahinter der Steinstrand - wie in Nizza. Ab und zu lag dort eine menschliches Wesen auf dem Kies und hörte offenbar dem Meer zu. ![]() Die Straße von Antibes nach Villeuve Nach ein paar hundert Metern war die Begrenzung für ein paar Meter durchlässig. Ich fuhr vorsichtig ab (es gab da ja Radwege mit Radfahrenden beiderseitiger Richtung) und meine Frau und ich machten ein paar Bilder. Da, in der Ferne, leuchteten die Hochhäuser von Villeneuve-Loubet auf, die wie Kreuzfahrtschiffe aussahen und wir wußten, dahinter ist ein Intermarche. Nun hatten wir ein Ziel, denn wir wußten: Da gibt es was zu essen, da ist ein Parkplatz mit Tankstelle und da ist ein Klo. Nach Antibes müssen wir aber nicht noch einmal! Das Beste dort ist die Aussicht auf Villeneuve-Loubet und der Weg nach Marseille. ![]() Oben: Blick von Antibes auf die Seealpen (ohne Schnee), die Alpen (mit Schnee) und die Skyline von Villeneuve-Loubet (Foto: Susanne Coburger-Schlu) Unten: Impression aus Canne auf dem Weg nach Süden (Foto: Susanne Coburger-Schlu) ![]() zurück nach Saint-Paul-de-Vence - zurück zur Côte d' Azur weiter in die Camargue nach oben |
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