martinschlu.de Die Stadtteile von Venedig
Text und Fotos: Martin Schlu, Stand 10. Februar 2026
                                   
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Santa Croce
Cannaregio

Dorsoduro
mit der Giudecca
Castello

San Polo

San Marco


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Eine Karte Venedigs von 1643
Darstellung Venedigs von Julius Milhauser (1611-1680), Museo Correr, Venedig

Venedig entstand zwischen der Spätantike und dem frühen Mittelalter als Pfahlbausiedlung in einer Sumpflandschaft, in die man Kriminelle geschickt hatte, in der Hoffnung, sie würden entweder von den Mücken gefressen oder sich vorher gegenseitig umbringen. Die zum Leben
dort verurteilten Menschen kamen aber schnell auf die Idee, Holzpfähle in den Sumpf zu rammen, auf die sie ihre Hütten bauen konnten. Flüchtlinge aus den von den Langobarden besetzten Gebiete kamen hinzu und bis zum Frühmittelalter war aus dem Sumpf ein Handelsplatz aus steinernen Häusern entstanden, der von Byzanz (später Konstantinopel, noch später Istanbul) bis nach Norditalien und durch die Alpen nach Deutschland führte und aus den Venezianern hartgesottene Kaufleute machte, die sich nicht die Butter vom Brot nehmen ließen.

Im Laufe der Jahrhunderte wurden die Häuser und Geschäftspraktiken verbessert und es entstanden sechs Stadtteile, die durch Kanäle miteinander verbunden waren und im großen Ganzen die Struktur eines Fisches bekamen. Heute sind diese Stadtteile: Santa Croce im Westen (Fischmaul), Cannaregio im Norden (Rücken), Dorsoduro im Süden (Bauch), Castello im Osten (Schwanz), San Polo und San Marco in der Mitte (Bauch). Durch den Fisch verläuft der Canal Grande, über den es heute vier Brücken gibt und der den Kurzbesucher oft verwirrt, weil es zur Orientierung wichtig ist, zu wissen, auf welcher Seite man gerade ist. Lang Zeit war die Brücke zwischen Dorsoduro und San Marco/San Polo die einzige Verbindung zwischen dem Westen und dem Zentrum und auf der Karte von Julius Milhauser (1611-1680) kann man die Rialtobrücke (ponte di rialto) deutlich erkennen.

Die Rialtobrücke auf einer Darstellung von ca. 1680 (Julius Milhauser, Museo Correr, Venezia)
Die Rialtobrücke auf einer Darstellung von ca. 1680 (Julius Milhauser, Museo Correr, Venezia)

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