martinschlu.de Die Stadtteile von Venedig - San Polo
Text und Fotos: Martin Schlu, Stand 16. Februar 2026
                                   
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San Polo
San Polo ist seit Jahrhunderten der reiche Bauch des venezianischen Fisches gewesen und mit San Marco zusammen war diese Lage schon immer der Sitz der reicheren Händler, während die Arbeiter und Fischer in Dorsoduro und Cannaregio wohnten und dort weniger Geld verdient wurde als im Herzen der Stadt. Das ist im Prinzip bis heute so. Bereits die Darstellung von Gian Battista Arzenti aus dem Correr-Meseum beschreibt einen Zustand der damals ja schon dreißig Jahre bestand: Die Rialtobrücke verbindet die langen Fassadenreihen der Handelshäuser, hinter denen die langen Lagerhallen für die Waren lagen.

Arzentis Rialtobrücke von 1621
Arzentis Rialtobrücke von 1621 (Ausschnitt), Original (55MB) im Correr-Museum, SM Venedig

In San Polo gab es immer Läden, Restaurants und Hotels, doch seit jedes Jahr 30 Millionen Touristen von San Marco über die Rialtobrücke in den Stadtteil einfallen, gibt es kaum noch eine venezianische Familie, die hier wohnt, weil das Wohnen unbezahlbar geworden ist. Jede Menge ehemalige Handwerksläden haben geschlossen und werden zu Souvenierläden und Ferienwohnungen umgebaut und die beiden kleinen Supermärkte an der Ponte del Meloni (coop, San Polo 1338A) und am Sotoportego (Durchgang) des Rio Terá (today/conad San Polo 2605A) lassen nicht auf eine große Zahl Stammkunden schließen, dafür sind sie zu klein.

Der Markt an der Rialtobrücke
Der Markt an der Rialtobrücke

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An der Callel Tintoretto liegen zwei riesige Kirchen hintereinander
An der Callel Tintoretto liegen zwei riesige Kirchen hintereinander

An der Callel Tintoretto liegen zwei riesige Kirchen hintereinander, zuerst kommt die Chiesa di San Rocco mit der Scuola di San Rocco einer wichtigen Malerschule des 16./17. Jahrhunderts, die für ihre Tintorettos berühmt ist. Dahinter legt die Santa Maria dells gloriosi di frari, die drittgrößte Kirche Venedigs. Man muß es sich etwa vorstellen als läge der Kölner Dom im Martinsviertel und der Mailänder Dom in der Altstadt - für viel Anderes ist da nicht mehr Platz und entsprechend eng können die Gassen manchmal sein.

enge  Gasse in San Polo
Enge  Gasse in San Polo am Campo San Aponal


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