![]() |
Nach Venedig - per Schiff, Schiene oder auf Rädern? Stand: 7. Februar 2026 |
|
| zurück nach Venedig Anreise Venedig für Anfänger 2010 - 2013 - 2018 Stadtteile Karneval Biennale 2026 - 2024 - 2022 - 2019 - 2017 - 2015 |
per Schiff - per Flugzeug - Flixbus - Zug - Auto Allgemeines "In München steht das Hofbräuhaus und dicht dahinter liegt Venedig" - ein legendärer Spruch des Zeichners und Cartoonisten Manfred Schmidt aus den 60er Jahren (aus: Schmidt, Manfred: Mit Frau Meier in die Wüste, vergriffen, evtl. antiquarisch). Der Satz stimmt heute immer noch, denn gerade am Wochende kommen sie, die Bayern, die Österreicher, Engländer, Franzosen und viele andere, die gerne mal ein paar Tage in Venedig verbringen - wie ich auch. Hinzu kommen die Tagestouristen von den großen Schiffen, die am Vormittag in großen Horden in die Gegend zwischen Arsenale und San Marco einfallen, aber zum Glück ab dem späten Nachmittag wieder weg sind, so daß man dann wieder so viel Platz hat wie im Supermarkt Samstag vormittag. Man plant für einen Besuch nach Möglichkeit eine Woche ein. Zur Einstimmung empfehlen sich ein paar Donna Léon/Brunetti-Krimis, diverse Venedig-Filme und ein paar Wochen Lesezeit. Literatur zur Einstimmung ![]() Die Rialto-Brücke mal ohne Bootschaos - es war Corona... Anreise per Schiff - lieber nicht! per Schiff - per Flugzeug - Flixbus - Zug - Auto Leider ist Venedig auch von München schon ein Stück weiter als das Hofbräuhaus und es gibt viele Wege dorthin. Am unbeliebtesten macht man sich als Tourist bei Umweltschützern, wenn man erst nach Barcelona fliegt, dort auf irgendein Kreuzfahrtschiff geht und dann schweröldieselstinkend nach ein paar Tagen an Venedig anlegt. Bis vor wenigen Jahren konnten drei Schiffe mit je etwa fünftausend Touristen noch am Markusplatz vorbei zum Kreuzfahrtterminal schippern, wurden von jeweils zwei Schleppern gezogen und diese Massen von Ruß in der Luft sorgten dafür, daß Venedig Luftwerte wie Köln oder Hamburg hatte, obwohl für die Autos am Lido und am Piazzale Roma Schluß war. Die Massentouristen standen beim Einlaufen auf dem Deck, winkten den Venezianern zu und wunderten sich, daß keiner zurückwinkte. Die Venezianer wiederum waren auf die Touris sickig, weil die außer bei den Souvenierverkäufern kein Geld in der Stadt ließen. Die Schiffschrauben dieser bis zu 350 Meter langen Ungetüme sorgten für Verwirbelungen, Gebäudeschäden und ein langsames Absacken der Fundamente. Der Hafen wiederum brachte zwar Hunderte Millionen pro Jahr ein, doch davon hatte Venedig nichts, weil, ein Konsortium von Geschäftsleuten (vermutlich mit Hilfe der nicht ganz so ehrenwerten Gesellschaft) den Hafen an ein türkisches Unternehmen verkauft hatte, das seitdem damit ordentlich Geld verdient. Näheres findet man in einem Video des ARD-Journalisten Thomas Niemietz. zum Video. ![]() Massentouristen winken den Einheimischen (und anderen Touristen) gönnerhaft zu Die großen Schiffe dürfen seit 2023 nicht mehr durch den Giudecca-Kanal zum Touristenhafen und die Anlagen verrotten nun. Die Touristen bleiben außerhalb im Fährhafen und müssen dort auf kleinere Schiffe umsteigen. Außerdem müssen Tagestouristen seit 2024 € 10,00 Eintritt in die Stadt zahlen - das Problem der fehlenden Gastronomienutzung ist damit aber nicht gelöst. zurück Anreise per Flugzeug - nicht so doll! per Schiff - per Flugzeug - Flixbus - Zug - Auto Mit dem Flugzeug schaut man am besten, daß man eine Verbindung zum Flughafen Marco Polo bekommt (vom Flughafen Treviso ist abzuraten, da zu chaotisch). Leider gegen die bezahlbaren Flüge oft erst am Abend, so daß man machmal erst um 22:00 Uhr in Venedig ist - und dann haben die Läden und Restaurants zu. Außerdem nehmen die Menschen, die einem den Schlüssel bringen, extra Geld, wenn es später wird. Optimal wäre eine Ankunft am Nachmittag, aber dann sind die Flüge so teuer, daß man gleich den Nachtzug nach Venedig nehmen kann. Mit den ganzen Wartezeiten, Check-in, Check-out, Gepäck und Transfer ist man auch so sechs bis acht Stunden unterwegs und das muß man sich nicht antun. Wir haben auch schon drei Stunden im Flugzeug gewartet, weil die Maschine erst enteist werden mußte und da macht man gar nichts mehr. Nach der Landung in Venedig kostet das Taxi zum Piazzale Roma ca. € 70,00. Billiger ist es, man löst direkt am Flughafen das Wochenticket für EUR 65,00 oder das Dreitage-Ticket der ACTV für EUR 40,00.- (Einzelticket: 7,50.- , Kinder die Hälfte) und nimmt den Bus Nr. 5 bzw. 5D zur Piazzale di Roma (P. Roma) Auf jeden Fall sollte man das größte mögliche ACTV-Ticket lösen, es ist wesentlich billiger als das Einzelticket und das Gepäck (sonst pro Koffer EUR 4,50.-) ist auch inbegriffen. Link zum Netzplan. Der Aerobus kostete dieses Jahr € 14,00 die Einzelfahrt und Rabatte gibt es nicht. Wer etwas mehr ausgeben kann (20.-), nimmt den schnelleren blauen Bus und hat dafür W-Lan. Kinder bis fünf fahren frei, Schülerermäßigung gibt es niemals. Dies habe ich schon 2018 bei einer Klassenfahrt mit meiner damaligen Zehn sehr eindrücklich gemerkt. Bei einer Rückfahrt wurde mal gestreikt und wir mußten statt dem Bus das Wassertaxi nehmen (ca. € 100,00 plus die Phantasiepauschale des Datums, weil Zeit ja Geld ist...) zurück
![]() Über diesen Damm (Ponte della Libertá, SR 11) muß alles, was Räder hat, Züge, Busse, Autos und Fahrräder zurück Anreise mit der Bahn - vielleicht? per Schiff - per Flugzeug - Flixbus - Zug - Auto Wer wirklich mit dem Zug am Bahnhof Santa Lucia ("Ferrovia") ankommt - es gibt immerhin täglich eine Verbindung von und nach München - kann gleich da ins Boot umsteigen, wenn man sich das Ticket dort kauft. Die gut 300 km zwischen München und Venedig liegen in der Fahrtzeit aber zwischen vier und zehn Stunden - je nachdem, wann man fährt. Ab München gibt es die tägliche Verbindung um 23.35, die um 8:15 in Venedig ankommt (zwischendurch steht der Zug ein paar Stunden). Der Zug wird von der ÖBB betrieben und eine Fahrkarte für zwei Personen im Schlafwagen kostete im April 2018 ca. € 260,00. Flüge sind seit Corona teurer als die Zugfahrt und in Zeiten des Klimawandels nicht mehr unumstritten. Man verbringt die Zeit auf den Liegen, hat ein Mini-Bad auf einem viertel Quadratmeter und wer oben schläft, sollte eine kleine Schuhgröße haben, damit die Füßchen auf dem Treppchen ein Plätzchen finden - es ist wirklich sehr eng. ![]() Eher eng als kuschelig - Liegewagen der ÖBB für zwei Personen Mittlerweile gibt es auch eine Verbindung von Stuttgart, die wir wohl mal mit den beiden Enkelmädchen ausprobieren werden, wenn sie bezahlbar ist. Die können ja oben schlafen.
zurück Anreise mit dem Auto - vielleicht? per Schiff - per Flugzeug - Flixbus - Zug - Auto Mit dem Auto gibt es zwei große Möglichkeiten - die Schweizer Route über Basel und durch den Gotthard und die Tirol-Route über München, Innsbruck und den Brenner-Paß. Beide Routen haben ihren Reiz und sind mit einer Zwischenübernachtung gut zu schaffen. Ab dem Rheinland fährt man etwa 1.100 km und das geht nicht an einem Tag. Über Österreich und den Brenner Man braucht für die Maut in Österreich das „Pickerl“ oder die online-Buchung (€ 38.-), die Gebühr für den Brennerpaß (€ 11,00) und die Autobahngebühr etwa von Bozen (da hört die Brenner-Strecke auf) bis nach Venezia-Mestre (28,50.-). Grenzorte nach Österreich sind Füssen oder Kempten, wobei letztere Stadt weniger Staus hat und es gibt dort mehr bezahlbare Hotels. Wir haben aber auch schon bei Innsbruck übernachtet. Mit dem Pickerl ist nicht zu spaßen. Ich war in Berchtesgaden, bin die paar Kilometer nach Salzburg über die Landstraße gefahren und auf dem Rückweg wurde ich über die Autobahn gelotst, weil die Landstraße Baustelle und Einbahnstraße geworden war. Die zehn Kilometer Autobahn haben später €100,00 Strafe gekostet - mit Einspruch wäre es das Dreifache geworden. Dafür ist die Route durch Südtirol eine der schönsten Autobahnstrecken, die es gibt. ![]() Kloster Saeben bei Lajen zurück Über die Schweiz und durch den Gotthardt-Tunnel Die erste Etappe ca. 400-500 km legt man sich nach Basel, weil es am Grenzübergang des Dreiländerecks ein billiges Hotel (ca. 100.- , je nach Saison) gibt, das zu den Schweizer Preisen zwischen Sursee und Lugano regelrecht geschenkt wirkt. Um dieses Hotel gibt es drei Möglichkeiten zu essen und kaum jemand wird mit der Straßenbahn bis Basel fahren um dort mehr Geld auszugeben - auch wenn man es könnte. Spätestens jetzt besorgt man sich die Vignette, die Autobahnmarke (€ 40,00), denn die Strafen ohne diese Autobahngebühr sind drastisch und übersteigen den Kaufpreis um ein Vielfaches. ![]() An der Grenze hält die Straßenbahn zwischen Weil am Rhein und Basel. Wenn man am nächsten Tag startet, bleibt man auf der Autobahn bis Chiasso und Gotthardt. Der Gotthardt-Tunnel ist immer noch so wie 1982, als ich ihn das erste Mal gefahren bin. Es gibt nicht nur eine Tunnelröhre, aber auf der linken Spur ist Gegenverkehr. Vielleicht macht man dies, damit man auf siebzehn Kilometer Tunnelstraße nicht einschläft - diese lange Geradeaus-Strecke ist doch recht eintönig. ![]() Der Gotthard-Tunnel ist nicht für Anfänger - spätestens nach zehn Kilometern möchte man, daß es vorbei ist. Wenn man aber durch ist, wird es direkt italienisch und passend zum Olympiabeginn lag draußen auch mehr Schnee als vor dem Tunnel. Die lange Gefällestrecke bis zur italienischen Grenze kann man rollen lassen und bis Venedig sind es ab dort etwa noch vier Stunden. Angekommen wird man in drei Parkhäuser geleitet, doch wenn man nicht Monate vorher gebucht hat, wird man das Auto erst wieder in Mestre los. Die aktuellem Tagepreise liegen bei von € 40.- für das Parkhaus „San Marco“ am Piazzale Roma. Die geparkten Autos werden dort übrigens rund um die Uhr bewacht. Langzeitparker müssen ihren Schlüssel stecken lassen, damit immer umgeparkt werden kann, aber angesichts der sehr (!) teuren Autos, die ich dort gesehen habe, habe ich mir um mein Auto keine Sorgen mehr gemacht. Im „Tronchetto“ zahlt man für das Parkhaus "Tronchetto" ab ca. € 25.-/Tag, je nach Saison), doch hier wird nicht durchgehend bewacht, darum würde ich das Auto dort nicht lange stehen lassen. Vom Parkhaus fährt man mit der Linie 4.1, 4.2 oder 2 weiter oder nimmt den Skywalk, der neben dem Parkhaus am Piazzale herauskommt. Dort kommt man sofort aufs Vaporetto und könnte vorher noch im Supermarkt einkaufen, denn der Supermarkt liegt direkt neben der Abfahrt der Linie 1. Wer viel Boot fahren möchte, bucht die Wohnung auf dem Lido, setzt mit dem Auto über und parkt vor der Wohnung. Dann wird man zwar viel Zeit auf der Linie 1 verbringen, aber zur Biennale sind es nur zehn Minuten Fahrt. zurück |
|